{"id":3379,"date":"2024-12-25T15:27:39","date_gmt":"2024-12-25T14:27:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vinzenzgemeinschaft.it\/?p=3379"},"modified":"2025-01-02T12:45:04","modified_gmt":"2025-01-02T11:45:04","slug":"weihnachtsbreif-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vinzenzgemeinschaft.it\/de\/weihnachtsbreif-2024\/","title":{"rendered":"Weihnachtsbrief 2024"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>Liebe Unterst\u00fctzer*innen,<\/p>\n<p>liebe Freunde der<\/p>\n<p>S\u00fcdtiroler Vinzenzgemeinschaft, &lt;br&gt;<\/p>\n<p>in dieser vorweihnachtlichen Zeit, vielfach gepr\u00e4gt von Hast und Gesch\u00e4ftigkeit, von Gedr\u00e4nge in den Gesch\u00e4ftsstra\u00dfen und angeheizter Sentimentalit\u00e4t, von zunehmendem Stress und damit verbundener Ersch\u00f6pfung, tun wir gut daran, Momente der Stille und des Innehaltens zu suchen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Es sind solche Momente, wo es uns im lauten Get\u00f6se unserer Gesellschaft gelingen kann, den Blick zu \u00f6ffnen f\u00fcr die Menschen, die sich auf der Schattenseite des Lebens befinden, sei es aus eigener Schuld oder durch ungl\u00fcckliche Zuf\u00e4lle.<\/p>\n<p>Armut hat viele Gesichter, nicht immer ist Armut einfach erkennbar und sichtbar. Armut ist mit Scham verkn\u00fcpft und wird oft \u2013 so gut und so lange es irgendwie geht \u2013 versteckt. Armut in einer reichen Gesellschaft, in einer Gesellschaft, die Wohlstand und Alltagsglanz tagt\u00e4glich in ihre mediale und \u00f6ffentliche Vitrine stellt, besch\u00e4mt noch einmal mehr und beraubt die durch Armut Betroffenen ihrer W\u00fcrde. Arme hat es in allen Gesellschaften und zu allen Zeiten gegeben, und doch ist das Leben \u2013 auch das blo\u00dfe \u00dcberleben &#8211; des Armen, des Arbeitslosen, des Gefl\u00fcchteten und des Zugewanderten oder des im Leben Gescheiterten in einer Gesellschaft, in der alles nur f\u00fcr Geld zu bekommen ist, schwieriger geworden.<\/p>\n<p>Die vielen Freiwilligen in den Vinzenzkonferenzen unseres Landes versuchen, hier zu helfen. Es geht dabei nicht darum, die \u00f6ffentlichen Dienste zu ersetzen. Das ist nicht die Aufgabe der Vinzenzbr\u00fcder und Vinzenzschwestern. Wie der barmherzige Samariter sich vom Juden, der unter die R\u00e4uber gefallen ist, \u201ein seinen Eingeweiden ber\u00fchren l\u00e4sst\u201c \u2013 so berichtet das Lukasevangelium &#8211; , so wenden sich die Vinzenzschwestern und -br\u00fcder den Bed\u00fcrftigen zu, die sich an sie wenden. Ohne auf die Unterschiede der Herkunft, des Alters, des Geschlechts oder der Religionszugeh\u00f6rigkeit zu achten, h\u00f6ren sie den Betroffenen zu, sie versuchen im Gespr\u00e4ch von Angesicht zu Angesicht die Notsituationen zu verstehen. Diese Form der pers\u00f6nlichen Begegnung &#8211; ohne vorschnelle Beurteilung, ohne besserwisserische Anma\u00dfung und ohne billige Ratschl\u00e4ge von oben herab &#8211; gibt den Betroffenen in der Erfahrung des Gesehenwerdens, des\u00a0 Geh\u00f6rtwerdens auch einen Teil ihrer W\u00fcrde als Personen zur\u00fcck. Es sind dann oft kleine und bescheidene Hilfestellungen &#8211; wie die Bezahlung einer Strom- oder Gasrechnung, die Ausgabe von Kleidung in der Kleiderkammer, die Bezahlung von Schulsachen, die \u00dcberbr\u00fcckung einer akuten Notlage durch einen Lebensmittelbon, die Vermittlung zu einer \u00f6ffentlichen Sozialeinrichtung oder Beratungsstelle -, die wirksam sind und einen Ausweg er\u00f6ffnen.<\/p>\n<p>Die Zuwendung zu den Armen und Bed\u00fcrftigen, zu den in Not Geratenen kann in uns die Erinnerung wachhalten, dass auch unser aller Leben, unser allt\u00e4gliches, sozial und \u00f6konomisch abgesichertes\u00a0 Leben nicht ausschlie\u00dflich unser eigenes Verdienst ist, sondern vielfach auch Geschenk und unverdiente Gabe. Diese Erinnerung, die unserer modernen und so stark durch \u00f6konomisches Denken gepr\u00e4gten Gesellschaft\u00a0 weithin abhanden gekommen ist, ist vielleicht das gr\u00f6\u00dfte Geschenk, das die Armen an uns zur\u00fcck geben.<\/p>\n<p>Mit diesem adventlichen Brief darf ich Sie wieder um Ihre wertvolle Unterst\u00fctzung bitten. Ich kann Ihnen versichern, dass die Spenden und Zuwendungen von den einzelnen Vinzenzkonferenzen gewissenhaft verwendet werden.<\/p>\n<p>Ich sage Ihnen, auch im Namen der gesamten Vinzenzgemeinschaft, ein aufrichtiges Vergelt\u2018s Gott f\u00fcr die bisherige und die zuk\u00fcnftige Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<p>Mit den besten W\u00fcnschen f\u00fcr eine besinnliche Adventszeit und ein gesegnetes Weihnachtsfest,<\/p>\n<p>Ihr<\/p>\n<p>Heinrich Erhard<\/p>\n<p>Zentralratspr\u00e4sident<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>PS: Sie k\u00f6nnen Ihre Spende auch an eine von Ihnen bestimmte Vinzenzkonferenz \u00fcberweisen. Die Bankkoordinaten von jeder Konferenz finden Sie auf unserer Webseite \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0www. vinzenzgemeinschaft.it\u00a0 unter \u201eSpenden\u201c.<\/p>\n<p><strong><em>\u00a0<\/em><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Liebe Unterst\u00fctzer*innen, liebe Freunde der S\u00fcdtiroler Vinzenzgemeinschaft, &lt;br&gt; in dieser vorweihnachtlichen Zeit, vielfach gepr\u00e4gt von Hast und Gesch\u00e4ftigkeit, von Gedr\u00e4nge in den Gesch\u00e4ftsstra\u00dfen und angeheizter Sentimentalit\u00e4t, von zunehmendem Stress und damit verbundener Ersch\u00f6pfung, tun wir gut daran, Momente der Stille und des Innehaltens zu suchen. 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